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Der Traum eines jeden Goldgräbers wurde für den Rentner Heinz Martin Anfang Mai 2004 wahr. In einem Bach im oberen Schwarzatal (Thüringen) entdeckte er zufällig ein funkelndes Goldnugget. 9,64 Gramm wog sein Fund und hatte damit einen geschätzten Sammlerwert von ca. 1.500 Euro. Dieses Nugget ist das Größte, das seit über 200 Jahren in dem Ort Katzhütte gefunden wurde und das zweit schwerste, welches je in Deutschland entdeckt wurde. Der 64-jährige Mann löste mit seinem Zufallstreffer einen wahren lokalen Goldrausch aus. Das schwerste in Deutschland gefundene Nugget wiegt sogar 10,2 Gramm. Es wurde ebenfalls im Schwarzatal gefunden und wurde in ein Schmuckkörbchen aus dem 16. Jahrhundert eingearbeitet.
Goldklumpen, die auf natürliche Weise entstanden sind, werden Nuggets genannt. Sie kommen in sogenannten Seifen vor. Diese findet man nicht im Drogeriemarkt, sondern vor allem in Bächen und Flüssen. Als Seifen werden die Mineralanreicherungen in Sand und Kies bezeichnet. Da das Gold im Erz meist fein verteilt vorkommt, bilden sich äußerst selten größere Klumpen. Der größte Teil der Goldlagerstätten besteht deshalb meist aus feinen Goldteilchen.
Einen wirklichen Riesen-Nugget entdeckte der Hamburger Otto Holtermann am Holtermann Reef in seiner Goldmiene „Star of Hope Mine“. Das über 214 kg schwere „Holtermann“ Nugget ist der schwerste Goldklumpen, der je entdeckt wurde. Heute wäre dieser Fund stolze 2,2 Millionen Euro wert. Der Wahl-Australier kaufte sich von dem Erlös (24.000 australische Dollar) mehrere Hotels, eine Eisenbahnlinie und ein Fotolabor in North Sydney.
1914 stieß Bergbauingenieur Dick Roelofs in Colorado in einem Stollen auf eine Art Wundergrotte. 400 Meter tief unter der Erde entdeckte er einen Hohlraum, der mit Millionen von Goldkristallen ausgekleidet war. Auf dem Boden lagen Klumpen aus reinem Gold. Allein das Abschlagen der Wände soll 1.400 Säcke gefüllt haben. Der glückliche Finder war fortan wohlhabend und soll sein restliches Leben in New York in vollen Zügen genossen haben.