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Goldmünzen faszinieren seit Jahrhunderten die Menschheit. Jeder kennt die irische Sage, nach der man am Ende eines Regenbogens einen Topf voll Gold finden kann. Das edle Metall ist ein attraktiver Werkstoff, da er sich leicht bearbeiten lässt. So entstehen die schönsten und edelsten Schmuckstücke. Doch es ist nicht alles Gold, was an unseren Fingern, Hälsen und Ohren glänzt. Denn um einen höheren Härtegrad zu erreichen und die Schmuckstücke widerstandsfähiger zu machen, wird Gold mit anderen Metallen gemischt. Wie viel Gold das einzelne Schmuckstück enthält, gibt der Reinheitsgrad an.
Das Goldgewicht wird weltweit in „Troy Unzen“ angegeben. 1 Troy Unze entspricht 31,1035 Gramm Gold. Das Wort Troy wird bei Beschreibung aber oft weggelassen. Das kann zum Problem werden, denn das Wort „Unze“ wird auch für andere Stoffe und Einheiten verwendet. Ein Troy Unze ist immer zu 100% reines Gold. Diese wird in der Fachsprache auch als „Feinheit“ bezeichnet. Die Feinheit gibt den Anteil des reinen Edelmetalls am Gesamtgewicht in Tausendstel an. Dieser kann auch in Karat angegeben werden. Diese Karat-Angabe gilt aber nur für Gold und ist nicht identisch mit der Einheit für Edelsteine.
Ob Gelbgold, Rotgold , Grüngold, Weißgold oder Graugold, die Farbgebung des Goldes sagt nichts über den Feingehalt aus. Denn die Farbe wird nur durch den Einsatz unterschiedlicher Legierungen beeinflusst. Die Krügerrand Goldmünze zum Beispiel zeichnet sich durch eine markante rötliche Färbung aus. Sie wird mit einem hohen Kupferanteil produziert.
In Deutschland wird bei den Feingehalten vor allem in drei Klassen produziert: 750, 585 und 333. Bei Schmuckstücken mit einem Feingehalt von 750 werden 750 Teile Gold und 250 Teile eines anderen Metalls verwendet. Barren und Münzen werden eher als Wertanlage genutzt und haben deshalb oft eine höhere Feinheit. Als Standard gilt hier der Wert von 999,9 oder wie bei der bereits beschriebenen südafrikanischen Krügerrand und dem American Gold Eagel 916,66. Historische Münzen allerdings haben wieder andere Feinheiten und Legierungsbestandteile.
In Deutschland darf Gold erst ab einem Feingehalt von 333 als Gold bezeichnet werden. In Großbritannien liegt die Grenze bei 375. In der Schweiz dagegen darf ab einer Feinheit von 250 schon von Gold gesprochen werden. Dieses Gold wird oft auch als Viertelgold bezeichnet.