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Gold ist ein Thema, welches die Menschen bewegt. Es gibt kaum jemanden, der nicht davon träumt, einen Sack voll Gold unter dem eigenen Bett oder eine Truhe voller Goldtaler im eigenen Garten zu finden. Kein Wunder also, dass sich zahlreiche Sprichwörter und Reime mit dem edlen Metall befassen. Doch wie sind diese Sprüche entstanden?
Der Begriff bezeichnet keine fest definierte Epoche, sondern stammt aus der antiken griechischen Mythologie. Er bezeichnet eine als Idealzustand betrachtete Urphase der Menschheitsgeschichte. In der Vorstellung der griechischen Philosophen ist das goldene Zeitalter eine Zeit, in der die Menschen in völligem Frieden und sorglos wie die Götter lebten. Sie alterten nicht und genossen Feiern und Festlichkeiten. Versorgt wurden sie von der Erde selbst. Jegliche Nahrung wuchs von allein. Niemand musste Ackerbau betreiben. Diese Vorstellung findet man auch in den religiös-philosophischen Traditionen des Fernen Ostens.
Dieses Sprichwort stammt aus dem Lateinischen. Es ist die direkte Übersetzung des Lehrbuchsatzes „aurora habet aurum in ore“. Dieser bezieht sich auf die Morgenröte in Person. Die Aurora ist die römische Göttin der Morgenröte. Sie ist die Schwester des Sonnengottes Sol und der Mondgöttin Luna. Der Sage nach kündigte Aurora jeden Morgen das Kommen ihres Bruders Sol (des Sonnengottes) an. Die Göttin wurde in der Mythologie als Frau mit Gold im Mund und goldenen Haaren beschrieben. In früher Zeit wurde mit „Morgenstund hat Gold im Mund“ das lateinische Sprichwort „aurora musis amica“ (die Morgenstunde ist die Freundin der Musen) wiedergegeben, das so viel heißt wie „Morgens studiert man am besten.“ So entwickelte sich die heutige Bedeutung.
Die Bedeutung diese Sprichwortes ist klar. Schweigen ist wertvoller, als Reden. Diese Weisheit ist auch in der jüdischen Entsprechung der Bibel, dem Talmud, zu finden: »Ist ein Wort ein Sela wert, ist Schweigen zwei Sela wert«. Wahrscheinlich stammt das Sprichwort aus dem Orient. Der deutsche Dichter Johann Gottfried von Herder führte das Sprichwort in seinen Veröffentlichungen „Die zerstreuten Blätter“ (1792) ins Deutsche so ein: »Lerne schweigen, o Freund. Dem Silber gleichet die Rede, aber zu rechter Zeit schweigen, ist lauteres Gold«. Der schottische Historiker Thomas Carlyle ist als englischsprachiger Urheber bekannt. Seine Formulierung von 1837 „speech is silvern, silence is golden“ entspricht genau der heutigen deutschen Version.